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Konvertierung einer Datenbank

Das Problem besteht in eigentlich jeder größeren Firma: Wie verwalte ich die Anlagen und Systeme und stelle sicher, dass die jeweils geforderten Wartungen rechtzeitig durchgeführt werden? Dabei ist eine regelmäßige Wartung oftmals nicht nur werterhaltend sondern sicherheitsrelevant: Wenn die Lüftung zu stark verschmutzt ist, bilden sich potentielle Krankheitserreger; wenn ein sicherheitsrelevantes Bauteil nach Ablauf seiner zugelassenen Standzeit nicht ausgetauscht wird, ist die Sicherheit nicht mehr gegeben. Es gilt aber, anstehende Wartungsarbeiten nicht nur rechtzeitig auszuführen, sondern diese auch nachvollziehbar zu protokollieren.

Eine Lösung ist das datenbankgestützte Wartungsmanagement: Das Wartungsprogramm erlaubt die Planung, erinnert an fällige Termine, und nimmt schließlich die Rückmeldungen zu ausgeführten Wartungen entgegen. Dabei sollte das Wartungsprogramm die Inhalte der VDMA 24186 berücksichtigen, eine ständig aktualisierte Norm, die für die verschiedenen Gewerke und Anlagentypen die potentiellen Wartungsaktivitäten detailliert. Ein solches Programm zum Instandhaltungsmanagement ist Gatcos.

Als Gatcos in einer Firma neu eingeführt werden sollte, galt es, bereits bestehende Altdaten aus einem anderen Wartungsprogramm zu übernehmen. Auch wenn die Altdaten sich grundsätzlich bereits an der VDMA orientierten, so hatten diese doch eine gänzlich andere Struktur, verschiedene Konsistenzprobleme und ein völlig anderes Datenbankformat als Gatcos (welches auf Microsoft Access aufsetzt). Ein einfacher Import von einer Datenbank in die andere mit den datenbankinternen Mitteln war nicht möglich: Mit aufwendigen Datenfeldumstellungen, -aufteilungen und -zusammenführungen mussten die Altdaten aus der ursprünglichen Tabellenstruktur in die Tabellenstruktur von Gatcos überführt werden. Da es in Summe um rund 100.000 Datensätze ging, entfiel eine manuelle Lösung.

Von der Altdatenbank hatten wir nur die mit Testdaten gefüllten Tabellen, von Gatcos zusätzlich das Programm und eine Beschreibung der Bedienoberfläche. Auf dieser Basis analysierten wir also erst einmal, wie die einzelnen Tabellenfelder zu überführen sind und ließen uns diese Konvertierungsvorschrift vom Kunden bestätigen. Anschließend galt es, diese Konvertierungsvorschrift in einen Programmcode zu gießen, der jeden Datensatz und jedes Feld der Altdaten einzeln anfasste, bearbeitete und an die richtige Stelle in den Zieltabellen verschob. Selbstverständlich, dass dabei die über mehrere Ebenen verteilten Datensatzschlüssel korrekt generiert und berücksichtigt werden mussten. Dies alles sollte reproduzierbar vollautomatisch funktionieren, damit einerseits vor der Konvertierung der Realdaten erst ein Testlauf durchgeführt werden konnte, andererseits eventuelle anfänglich nicht erkennbare Problemzuordnungen nach dem Testlauf noch korrigiert werden konnten. Für die Konvertierung nutzten wir Microsoft Excel in Verbindung mit Visual Basic (VBA).

Natürlich gab es nach dem Testlauf mit historischen Daten noch Fehlzuordnungen und Wünsche, die in der Theorie (das heißt: anhand der Konvertierungsvorschrift) noch nicht erkennbar waren. Da das Programm zur Konvertierung jedoch sehr strukturiert war, konnten sämtliche Änderungen relativ zügig eingepflegt werden.

Für die Konvertierung der Realdaten kam es auf einen schnellen Turnaround an, da der Kunde während der Konvertierung die Daten zur Konsistenzsicherung nicht bearbeiten durfte. Daher wurden am Ende einer Woche die Altdaten beim Kunden gesperrt, bei uns die Konvertierung der Realdaten angestoßen und Anfang der neuen Woche nach Prüfung die neue Datenbank an den Kunden übergeben.