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Datenkonvertierung, Datenaufbereitung und Qualitätssicherung für ein Nachschlagewerk des Deutschen Ärzte-Verlags

Die ICD-10 und der OPS sind zwei jährlich aktualisierte Klassifikationen der Medizin. Die ICD-10 ist die "Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme" in der 10. Revision, der OPS ist der "Operationen- und Prozedurenschlüssel — Internationale Klassifikation der Prozeduren in der Medizin". Jeder Krankenschein weist den Grund der Krankschreibung als ICD-Schlüssel aus, jede Operation im Krankenhaus muss nach dem OPS kodiert werden, damit die Krankenkasse die Kosten übernimmt. Diese Klassifikationen von jeweils mehreren hundert Seiten stehen also bei praktisch jedem Arzt im Regal. Dabei gibt es von den Klassifikationstexten immer zwei Varianten, nämlich das alphabetische und das systematische Verzeichnis. Für die Online-Nutzung beispielsweise in medizinischer Verschlüsslungssoftware gibt es weitere Varianten der Texte.

Während die ICD-10 und der OPS als zentraler Datensatz vom DIMDI (Deutsches Institut für MEdizinische Dokumentation und Information) für alle Verlage und Software-Hersteller zur Verfügung steht, entsprechen die Daten in Struktur und Aufbereitung nicht den Anforderungen für die Publikation. Der Ärzte-Verlag scheut die Mühe nicht, den zentralen Datensatz mit ärztlichem Sachverstand inhaltlich zu überarbeiten und strukturell den Anforderungen an ein gedrucktes Verzeichnis anzupassen. Diese Anpassungen sind sehr umfangreich und im Detail nicht systematisierbar, so dass in jedem Jahr die Aufgabe wieder lautet:

  • Die aktuellen, als txt-Dateien bereitgestellten DIMDI-Daten mit denen aus dem Vorjahr zu vergleichen, um die Differenzen herauszudestillieren.
  • Die Änderungen in die aufbereiteten und formatierten Quellen der Buch- und Software-Publikationen (Word- und txt-Dateien) an den jeweiligen Stellen strukturiert einzupflegen und dort für die manuelle Nachbereitung zu kennzeichnen.
  • Die fertig aufbereiteten Publikationsquellen in sich, gegeneinander und gegen die DIMDI-Daten auf Konsistenz und Vollständigkeit prüfen, um eventuelle Fehler während der manuellen Bearbeitung aufzudecken.
  • Denjenigen, die am Feinlayout der Publikationen arbeiten, mit Skripten so weit wie möglich unter die Arme zu greifen, um die Routinearbeiten zu minimieren.

Bei dieser Aufgabe kommen uns sowohl unsere Erfahrungen in der Skript-Programmierung mit Microsofts VBA als auch unsere tiefen Kenntnisse der Geheimnisse von Word zugute. In einem Mix aus Datenaufbereitung per Skript, gezielten manuellen Anpassungen und skriptgesteuerter Datenkonvertierung wird diese Aufgabe jedes Jahr aufs Neue und mit höherer Effizienz erledigt. Wichtig sind dabei auch die kurzen Reaktionszeiten: Jeweils am Jaheresende müssen die Bücher gedruckt im Buchhandel verfügbar sein — egal, wann DIMDI seine Daten publiziert hat.