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Retrokonversion/Retrodigitalisierung

Retrokonversion und Retrodigitalisierung werden überwiegend synonym gebraucht. Genau genommen, bezeichnen

  • Retrodigitalisierung oder retrospektive Digitalisierung die Digitalisierung analoger Publikationen (z.B. Bücher, Filme, Tonbänder) mit dem Ziel, computerlesbare Formate (Dateien, Datenbanken) zu erhalten. Die Daten werden (im Wesentlichen) 1-zu-1 übernommen. Ziel ist je nach Situation, vom Verfall bedrohte Werke für die Nachwelt zu erhalten und/oder die retrodigitalisierten Werke einer breiteren Nutzung zu erschließen.
  • Retrokonversion die Übernahme und gleichzeitige inhaltliche Aufbereitung auf Papier vorhandener Daten in computerlesbare Formate, insbesondere Datenbanken. Dabei werden je nach Projekt Daten normalisiert (z.B. Namen hinsichtlich Schreibweise und Darstellung gegen Namenslisten abgeglichen), Daten verworfen (das heißt, nicht mit in den Computer übernommen), aus verschiedenen Quellen zusammengeführt und anderweitig aufbereitet.
    Eine Retrokonversion erfolgt typisch im Zusammenhang mit Bibliothekskatalogen, wenn diese von Karteikarte auf Computer umgestellt werden: Wenn die teilweise über viele Jahrzehnte erstellten Zettelkataloge in eine Datenbank überführt werden, müssen die Daten auf den über die Jahre nach ganz unterschiedlichen Kriterien erstellten Karteikarten nach einheitlichen Kriterien übernommen werden, oftmals mehrere Karteikarten zu einem Datensatz zusammengeführt und Namen so normalisiert werden, dass sie auch wiedergefunden werden (z.B. Ortsnamen und Personennamen, deren Schreibweise sich über die Jahre änderte — Saßnitz/Sassnitz oder Göthe/Goethe; Personennamen, die sich veränderten — Johann Wolfgang Goethe / Johann Wolfgang von Goethe etc.).

Gerade im Bibliothekswesen gibt es noch eine dritte Form der Datenaufbereitung, die Retrokatalogisierung. Dabei werden nicht nur die auf Papier vorhandenen Daten zur Grundlage der Digitalisierung gemacht, sondern es werden die originalen Medien bei der Datenerfassung berücksichtigt. Damit können dann auch Signaturen und die physische Verfügbarkeit des Mediums überprüft bzw. auch die Vollständigkeit der erfassten Daten gewährleistet werden.

Anmerkung

media offices hat sich vom Geschäftsbereich Retrokonversion getrennt und übernimmt keine Aufträge mehr in dem Bereich.